1951 - 1999

Im Jahr 1960 kam zur großen Freude aller die Nachricht, dass wir ab 1. Januar 1961 wieder Lehrgänge und Übungsgemeinschaften im Stadtgymnasium abhalten dürfen. 1964 standen die Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen an. Dieses Ereignis wurde gekrönt von einer Festveranstaltung im Goldsaal der Westfalenhalle am 5. Dezember. Verbunden mit der Veranstaltung war eine stenografische Ausstellung in der Stadt- und Landesbibliothek.
Am Deutschen Stenografentag in Berlin wurde erstmals ein Staffelschreiben durchgeführt. Auf dieses Schreiben hatte Trainer Arthur Lux die Stenografen besonders gut vorbereitet.
Erstmals in der Vereinsgeschichte konnten wir im Jahr 1968 eine Bundesmeisterschaft erringen, und das gleich in doppelter Ausführung. Deutsche Meister wurde die Kurzschrift-Juniorenmannschaft in der Besetzung Friedemann Lux, Monika Wernitzki, Renate Ebbinghaus, Helga Barczik und Gudrun Schröder. Auch die Maschinenschreibmannschaft der Junioren sicherte sich den Deutschen Meistertitel mit den Schreibern Marianne Brodkorb, Gudrun Schröder, Monika Wernitzki, Ingrid Sorcan und Irene Grüder.
1969 trat das Arbeitsamt an uns heran und bat um eine Ausstellung zum Thema Kurzschrift und Maschinenschreiben. Es wurden zwei Vitrinen aufgestellt.
Im Jahre 1971 wurde nach der Reform des Kurzschriftunterrichts entsprechend der im Jahre 1968 in Kraft getretenen Wiener Urkunde auch unsere Lehrgänge neu gestaltet. Das Jahr 1971 war aufgrund der erbrachten Leistungen unserer Schreiberinnen und Schreiber eines der besten der Vereinsgeschichte. Doch ein Wermutstropfen bleibt: Einige der besten Stenografen wollen in der Zukunft aus verschiedenen anzuerkennenden Gründen nicht mehr tätig sein. Um diese Lücke zu füllen, war dem Trainer die nicht leichte Aufgabe zugefallen, aus dem jugendlichen Nachwuchs neue tüchtige Meisterstenografen heranzubilden.
In allen Vereinen wurde 1974 des 50. Jahrestages der Einführung der Deutschen Einheitskurzschrift gedacht.
1975 war bei der Regierung in Arnsberg ein Antrag auf Anerkennung des Vereins als Erwachsenenweiterbildungseinrichtung gestellt worden. Am 06. Juni 1977 wurde der Antrag positiv beschieden. Nachdem im Rahmen der Jahreshauptversammlung einige Änderungen und Ergänzungen vorgenommen worden waren, führen wir ab diesem Zeitpunkt unter dem Namen „Steno 64“ im Rahmen einer Weiterbildungseinrichtung in Zusammenarbeit mit anderen Dortmunder Vereinen Lehrgänge in Kurzschrift, Maschinenschreiben sowie kreativer Freizeitgestaltung durch.
Am 15. Dezember 1984 fanden die Feierlichkeiten zum 120-jährigen Bestehen unseres Vereines im Rahmen des Stadtverbandsleistungsschreiben im großen Saal der Krone am Markt statt. Hierbei gab auch unser damaliger Oberbürgermeister Günter Samtlebe einige Anekdoten aus seiner eigenen Kurzschriftvergangenheit preis.
Am 07.11.1985 gab sich eine dreiköpfige Delegation unseres Vereins in einer Live-Sendung des Dortmunder Kabelfernsehens die Ehre. Nicht nur den Teilnehmern, sondern auch dem veranstaltenden Sender hat unser gelungener Auftritt riesigen Spaß gemacht. 1986 gab es einen weiteren Höhepunkt in unserer Vereinsgeschichte: In Würdigung der hervorragenden Verdienste, die sich Arthur Lux in jahrzehntelanger Tätigkeit um die Ausbreitung und Förderung der Deutschen Einheitskurzschrift erworben hat, verlieh Bundespräsident Richard von Weizäcker ihm das Bundesverdienstkreuz am Bande, welches am 29.04.1986 durch Bürgermeister Lorenz Ladage in einer Feierstunde in Anwesenheit der Familie und des Vereinsvorstandes überreicht wurde.
Im Jubiläumsjahr 1989 – unser Verein feierte sein 125-jähriges Bestehen – fand der 99. Westdeutsche Stenografentag in Dortmund statt. Die eigentlichen Feierlichkeiten fanden am 02.12.1989 im großen Saal der Krone am Markt statt.
In den 70er und 80er Jahren beherrschten die Schreiberinnen und Schreiber unseres Vereins das Geschehen auf allen stattgefundenen Leistungsschreiben. Viele von Ihnen haben ihr Hobby zum Beruf gemacht und arbeiten z. B. als Parlamentsstenograf/-in im Landtag bzw. Bundestag. Der Traditionsverein in der Dortmunder Innenstadt galt viele Jahre lang als der erfolgreichste deutsche Stenografenverein, vor allem wegen der vielen Meistertitel, die der unvergessene Trainer Arthur Lux mit seinen meist jugendlichen Schreibern bei den verschiedenen Wettbewerben erringen konnte. Heute hat sich der Verein neben der Pflege der Kurzschrift vornehmlich der Ausbildung der jüngsten Jahrgänge der weiterführenden Schulen in der frühzeitigen Erlernung des 10-Finger-Tastschreibens am PC zugewandt und hierfür einen modernen Schulungsraum im Stadtgymnasium eingerichtet.
Ein Jahr vor dem 125-jährigen Jubiläum endete nach 23 Jahren die Amtszeit unseres 1. Vorsitzenden, Rechtsanwalt Hans-Peter Miera, der gleichzeitig zum Ehrenvorsitzenden gewählt wurde. Durch Satzungsänderung wurde danach die Vorstandsbesetzung auf drei Personen verteilt, von denen eine als Sprecher fungiert. Diese Personen sind seit 1988 Günter Fischer, Gerd Rölleke und bis zu seinem Tode im Frühjahr 2000 Karl-Heinz Griebsch, dessen Amtsgeschäfte im Finanz- und Steuerwesen seitdem von Hans Josefiak wahrgenommen werden.